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Gesetz
zur Übertragung landesrechtlicher Geschäfte
auf den Rechtspfleger

Vom 14. Oktober 1975 (Fn 1)

§ 1 (Fn 7)
Übertragene Geschäfte

Dem Rechtspfleger werden folgende Geschäfte übertragen:

1. Aufgaben gemäß § 5 des Kirchenaustrittsgesetzes vom 26. Mai 1981 (GV. NW. S. 260) (Fn 2),

2. die Erteilung der Vollstreckungsklausel gemäß § 33 Abs. 2 des Schiedsamtsgesetzes vom 16. Dezember 1992 (GV. NW.1993 S. 32) (Fn 3), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. Dezember 1974 (GV. NW. S. 1504),

3. die Geschäfte des Amtsgerichts in Nachlaß- und Teilungssachen nach Artikeln 19 bis 28 des Preußischen Gesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit vom 21. September 1899 (PrGS. NW. S. 88) (Fn 4), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. Dezember 1974 (GV. NW. S. 1504), die in Artikel 23 Abs. 2 bezeichneten Geschäfte jedoch nur insoweit, als der Rechtspfleger bei einer gerichtlichen Vermittlung der Erbauseinandersetzung für sie zuständig wäre,

4. die Kostenfestsetzung nach § 41 Satz 2 des Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten vom 2. Dezember 1969 (GV. NW. S. 872) (Fn 5), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18. Dezember 1984 (GV. NW.1985 S. 14).

§ 2 (Fn 7)
Entsprechende Anwendung
des Rechtspflegergesetzes

Auf das Verfahren in den übertragenen Sachen sind die Vorschriften des Rechtspflegergesetzes vom 5. November 1969 (BGBl. I S. 2065), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. Oktober 1994(BGBl. I S. 13210), in der jeweils geltenden Fassung entsprechend anzuwenden.

§ 3
Inkrafttreten

Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft (Fn 6).

Die Landesregierung
des Landes Nordrhein-Westfalen

Fn 1

GV. NW. 1975 S. 562, geändert durch Gesetz v. 23.6.1998 (GV. NW. S. 467).

Fn 2

SGV. NW. 222.

Fn 3

SGV. NW. 316.

Fn 4

SGV. NW. 321.

Fn 5

SGV. NW. 2128.

Fn 6

GV. NW. ausgegeben am 23. Oktober 1975.

Fn 7

§ 1 und § 2 geändert durch Gesetz v. 23.6.1998 (GV. NW. S. 467); in Kraft getreten am 28. Juli 1998.