GV. NRW. 2026 S. 694
Fünfte Verordnung zur Änderung der Justizzuständigkeitsverordnung
Vom 25. September 2026
Das Ministerium der Justiz verordnet aufgrund
- des § 22c Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 und des § 23d des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl. I S. 1077), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 2. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 198) geändert worden ist, und
- des § 1 Absatz 2 Satz 1 des Justizgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 26. Januar 2010 (GV. NRW. S. 30), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 10. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1207) geändert worden ist:
Artikel 1
Änderung der Justizzuständigkeitsverordnung
Die Justizzuständigkeitsverordnung vom 4. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1144), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 27. Januar 2026 (GV. NRW. S. 121) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 5 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe b wird durch den folgenden Buchstaben b ersetzt:
„b) Landgerichtsbezirk Kleve
dem Amtsgericht Kleve
für die Amtsgerichte Emmerich am Rhein, Geldern, Kleve, Moers und Rheinberg, wobei zum Bereitschaftsdienst auch die Richterinnen und Richter des Landgerichts Kleve heranzuziehen sind,“.
2. § 45 wird durch den folgenden § 45 ersetzt:
„§ 45
Durchsuchungsanordnungen und Freiheitsentziehungssachen nach dem Aufenthaltsgesetz und nach dem Asylgesetz
(1) Die Amtsgerichte, denen nach § 37 Absatz 1 Nummer 3 die Strafrichterhaftsachen zugewiesen sind, sind auch zuständig für
1. richterliche Anordnungen nach § 48 Absatz 3 Satz 3 und § 58 Absatz 8 des Aufenthaltsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I S. 162), das zuletzt durch Artikel 13 des Gesetzes vom 22. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 222) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,
2. gerichtliche Verfahren bei Freiheitsentziehungen nach § 14a Absatz 2, § 15 Absatz 5, § 15b Absatz 2, § 57 Absatz 3, den §§ 62, 62b und 62c in Verbindung mit § 106 Absatz 2 des Aufenthaltsgesetzes, nach § 69, § 70b in Verbindung mit § 89 Absatz 2 des Asylgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. September 2008 (BGBl. I S. 1798), das zuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 21. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 221) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung und nach Artikel 44 der Verordnung (EU) 2024/1351 vom 14. Mai 2024 (ABl. L, 2024/1351, 22.5.2024; 2025/90929 vom 25.11.2025) in Verbindung mit § 2 Absatz 14 des Aufenthaltsgesetzes.
(2) In Abweichung von der Zuständigkeitsregelung in Absatz 1 werden die darin genannten Verfahren zugewiesen
1. für die Bezirke der Amtsgerichte Herne und Herne-Wanne
dem Amtsgericht Herne,
2. für die Bezirke der Amtsgerichte Rheine, Steinfurt, Ibbenbüren und Tecklenburg
dem Amtsgericht Rheine,
3. für die Bezirke der Amtsgerichte Ahaus, Borken und Gronau (Westf.)
dem Amtsgericht Borken,
4. für die Bezirke der Amtsgerichte Ahlen, Beckum und Warendorf
dem Amtsgericht Ahlen,
5. für die Bezirke der Amtsgerichte Aachen, Eschweiler und Monschau
dem Amtsgericht Aachen,
6. für die Bezirke der Amtsgerichte Brilon, Medebach, Marsberg, Meschede und Schmallenberg
dem Amtsgericht Meschede und
7. für die Bezirke der Amtsgerichte Gummersbach und Wipperfürth
dem Amtsgericht Gummersbach.“.
Artikel 2
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. November 2026 in Kraft.
Düsseldorf, den 25. September 2026
Der Minister der Justiz
Dr. Benjamin L i m b a c h